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Neubesetzung des 2. Vorsitz

 

Am 26.06.2020 um 19 Uhr hatte der Verein ein außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen um gemeinsam Madlen Missals (seit 2020 1. Vorsitzende) Nachfolger/in als 2. Vorsitzende/n zu wählen.

 

Die anwesenden Mitglieder wählten Ines Wagner, bislang Kassenwartin des Vereins, mit einer Enthaltung zur 2. Vorsitzenden. Wir gratulieren ihr ganz herzlichen zu ihrem neuen Amt. Ihr vorheriges Amt als Kassenwartin legt sie somit nieder, weshalb wir auf dem nächsten Vereinstreffen am 25.09.2020 im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung dieses Amt erneut wählen werden.


Antwort vom Landesministerium auf Offenen Brief

 

Sehr geehrte Frau Missal,

 

vielen Dank für Ihren Offenen Brief, in dem Sie die besonderen Auswirkungen der Corona- Pandemie auf die Heilmittelerbringer schildern. Das Büro des Ministers hat mich gebeten, Ihnen zu antworten. Für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ist auch die Aufrechterhaltung der Behandlungsmöglichkeiten durch Heilmittelerbringer überaus wichtig. Ich danke Ihnen, dass Sie in dieser für uns alle schwierigen Situation engagiert nach Lösungen suchen.

 

Heilmittelerbringer*innen sollten unter Beachtung der Hygieneanforderungen weiterhin Behandlungen durchführen, da diese für erfolgreiche Therapien unabdingbar sein und Patient*innen durch entsprechende Behandlungen vor weiteren Erkrankungen geschützt werden können. Praxen sollen derzeit aber nur dann aufgesucht werden, wenn eine Behandlung medizinisch akut geboten ist. Diese Beurteilung und Priorisierung kann nur durch die Angehörigen der Gesundheitsberufe selbst und im Gespräch mit den Patient*innen bzw. Klient*innen erfolgen. Wenn aber z. B. Fitnessstudios aus zwingenden Infektionsschutz-gründen generell geschlossen werden, darf ein präventives Gerätetraining nicht in Praxen verlagert werden.

 

Schutzkleidung und -ausrüstung sind in der gegenwärtigen Lage in allen Versorgungsbereichen zu raren Gütern geworden. Heilmittelerbringer*innen kann auf Grund der begrenzten Ressourcen keine Schutzausrüstung vom Land zugeteilt werden. Viele Hersteller weiten ihre Produktion derzeit jedoch aus, so dass auch das Angebot sich sukzessive verbessern und Schutzausrüstung wieder, wenn auch unter größerem Beschaffungsaufwand, verfüg-bar werden dürfte. Bis dahin gilt es, die therapeutischen Maßnahmen an die Hygieneanforderungen anzupassen oder, soweit dies nicht möglich ist, einzuschränken. Behandlungen dürfen in vielen Heilmittelbereichen aktuell auch im Rahmen einer telemedizinischen Leistung erbracht werden, sofern dies aus therapeutischer Sicht sinnvoll ist.

 

Ein ausgeweiteter „Schichtbetrieb“ in den Praxen könnte dafür sorgen, dass die Anzahl an Personen, die sich gleichzeitig in einer Praxis aufhalten, so niedrig wie möglich gehalten wird, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Vor dem gleichen Hintergrund sollten Wartebereiche geschlossen werden und Termine nicht unmittelbar aufeinander folgen.

 

Auch wenn die Tätigkeit der Heilmittelerbringer nicht untersagt ist, ist mir bewusst, dass therapeutische Leistungen vielfach nicht mehr in dem Umfang erbracht werden können oder in Anspruch genommen werden, wie es ein wirtschaftlicher Betrieb erfordern würde.

 

Der GKV-Spitzenverband und die Kassenverbände auf Bundesebene haben daher neue Verfahrensregelungen zu den Unterbrechungsfristen von Verordnungen oder Teilabrechnungen beschlossen, um die Situation der Heilmittelerbringer zu erleichtern, siehe https://www.gkv-spitzenver-band.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/ambulante_leistungen/heilmittel/20200318_Heilmittel_Corona_Empfehlungen.pdf.

 

Die Bundes- und die Landesregierung(en) legen derzeit Förderprogramme auf, um insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen. Hierzu zählen Zuschüsse ebenso wie zinslose Steuerstundungen durch das Finanzministerium und Kredit-Angebote, die das Wirtschaftsministerium zusammen mit den Förderbanken neu ausrichtet.

 

Die „Förderlotsen“ der IB.SH erreichen Sie unter der Rufnummer 0431 9905-3365 sowie unter https://www.ib-sh.de/infoseite/ibsh-foerderlotsen.

 

Informationen zum „Schutzschirm“ der Bundesregierung hält das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html bereit.

 

Erfährt ein Unternehmen einen erheblichen vorübergehenden Arbeitsausfall, kann es Kurzarbeitergeld beantragen. Die Bundesregierung hat die Möglichkeiten hierfür kürzlich ausgeweitet. Aktuelle Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld; Servicenummer für Arbeitgeber: Tel. 0800-4555520.

 

Ich danke Ihnen für Ihr wichtiges Engagement und bin zuversichtlich, dass wir die aktuellen Herausforderungen, wenn auch unter erheblichen Anstrengungen, gemeinsam bestehen werden. 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hannelore Christiansen

 

Ministerium für Soziales, Gesundheit,

Jugend, Familie und Senioren

Gesundheitsabteilung

VIII 414

 

Adolf-Westphal-Str. 4                                                       

24143 Kiel


Offener Brief

 

Sehr geehrte Landespolitiker, sehr geehrter Herr Minister Dr. Garg,

die Interessengemeinschaft Therapeuten Schleswig-Holstein e.V. setzt sich für die Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten und Podologen im Land ein.

 

In diesen Tagen ist die Unsicherheit auch unter uns Therapeuten extrem groß. Wir sind im direkten körperlichen Kontakt mit unseren Patienten/Klienten, was ein großes Übertragungs- und Infektionsrisiko für beide Seiten darstellt. Wir benötigen hier einheitliche und für alle geltende sehr strikte Schutzmaßnahmen, um die Versorgung der Patienten/Klienten aufrechterhalten zu können und selber nicht zum Überträger des Virus zu werden. Die notwendigen Anschaffungen müssen vom Land finanziert und verteilt werden, damit wir umgehend und effektiv unseren Teil zur Bremsung der Ausbreitung der Pandemie leisten können.

Desweiteren bedarf es einer Priorisierung der Patientenschaft. Schutzmaßnahmen wie z.B. ausreichender Abstand der Patienten untereinander ist nicht möglich, wenn besonders in größeren Einrichtungen (Rehas u.ä.) viele Patienten gleichzeitig erscheinen. Hier muss es klare Regelungen geben, welche Patienten akut behandelt und bei welchen gegebenenfalls eine Behandlungspause vertretbar wäre.

Auf der anderen Seite stellt besonders das Ausbleiben von Patienten/Klienten die Betreiber der kleinen ambulanten Praxen vor unlösbare Aufgaben. Seit vergangener Woche hagelt es Absagen in den Praxen, je nach Patientenschaft fallen bis zu 100% der Einnahmemöglichkeiten weg, während die Angestellten weiterhin ihr Gehalt bekommen und Mieten sowie andere Nebenkosten weiterhin beglichen werden müssen. Der Antrag auf Kurzarbeit ist hier keine adäquate Lösung, besonders im Hinblick auf die daraus resultierenden Konsequenzen nach dem Ende der Krise.

Die untragbare finanzielle Situation in der Heilmittelbranche ermöglichte es in den vergangen Jahren nicht, ausreichend Rücklagen bilden zu können, die uns durch eine solche Krise tragen könnten.

Daher fordern wir eine sofortige finanzielle Entschädigung für ambulante Heilmittelpraxen, die durch die Coronakrise entstehen. Hierzu sollte von Praxisseite eine genaue Dokumentation vorgelegt werden, die den tatsächlichen finanziellen Verlust belegt.

Eine Flickenteppichsituation durch unterschiedliche Maßnahmen der Landkreise ist untragbar. Die Landesregierung muss hier eine landesweit einheitliche Lösung finden, die den Fortbestand der Praxen und damit die Aufrechterhaltung der Patientenversorgung auch über das Ende der Krise gewährleistet.

Sollte eine verpflichtende Schließung der Heilmittelpraxen von Behörden beschlossen werden, so sind auch dann eindeutige Ausfallzahlungen dringend notwendig, die das Bundesseuchengesetz bisher nicht vorsieht.

Gerne sind wir bereit, mit unseren unterschiedlichen Erfahrungen an einer tragbaren Lösung mitzuarbeiten. Wir empfehlen einen kurzfristigen Austausch per Telefonkonferenz der Spitzen der Gesundheitsbehörden mit Verantwortlichen der Heilmittelerbringer in Schleswig-Holstein.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Interessensgemeinschaft Therapeuten Schleswig-Holstein e.V.

 

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Offner Brief: Schnelles Handeln ist erforderlich!
Der Verein fordert die Politik zum schnellen Handeln in Sachen Praxisschließung, Entschädigung für Praxisinhaber und präzisen Regeln in Sachen Hygiene in der aktuellen Kriese auf.
2020-03-17 Offener Brief S.pdf
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Jahreshauptversammlung am 13.03.2020

 

Trotz einiger Absagen haben wir uns entschlossen, unsere geplante Jahreshauptversammlung gestern stattfinden zu lassen. Die Beschlussfähigkeit war gegeben, also konnte nach den Berichten der Vorsitzenden und der Kassenwartin der Vorstand durch den Kassenprüfer entlastet werden. Da durch die reduzierte Teilnehmerzahl allerdings sowohl die Wahl zum 2. Vorsitz als auch zum Schriftführer nur bedingt möglich gewesen wäre, hat sich aus taktischen Gründen keiner der Anwesenden zur Wahl gestellt. Dieses wird nun voraussichtlich am 26.06.2020 nachgeholt. Desweiteren ging es u.a. um die Vorbereitung des neuen Vorstands auf kommende Aufgaben, die Anschaffung neuer Marketingartikel, der Abstimmung mit der Bundesinitiative Therapeutenkammer sowie die Planung eines Messeauftritts. Außerdem wollen wir Euch in Zukunft die Möglichkeit geben, per Skype an unseren Arbeitstreffen teilnehmen zu können. Am Ende gabs von Beate als Dank noch Blumen für Madlen! Den Erkrankten auf diesem Wege noch einmal gute Genesung.



Februar Arbeitstreffen

 

In etwas kleinerer Runde als sonst hatten wir gestern unser monatliches #Arbeitstreffen in Kiel.  Neben der Vorbereitung unserer Jahreshauptversammlung haben wir begonnen, unsere Ideen zum breiteren thematischen Aufstellen der IGThera mit Leben und Struktur zu füllen. Zukünftig wollen wir unsere volle Konzentration auf drei #Hauptbereiche legen:  1) Aufklärung & Visionengebung 2) Verkammerung & Selbstverwaltung 3) Netzwerken & Vermittlung   Hierzu sollen auch die #Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, Fördervereinen, der Politik, den Verbänden und der Wirtschaft intensiviert werden.

 


Wir haben eine neue 1. Vorsitzende

 

Am 24.01.2019 ware alle Mitglieder der Vereins zur außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Auf der Tagesordnung stand zum ersten die Neuwahl eines 1. Vorsitz, sowie die Abstimmung über die Verlegung des Vereinssitzes nach 24644 Timmaspe.

 

Nachdem Swanhild Priestley nach fünf Jahren hervorragender Vorstandsarbeit zum Ende letzten Jahres von ihrer Position als 1. Vorsitzende zurückgetreten ist, freuen wir uns nun riesig über ihre Nachfolgerin Madlen Missal. Herzlichen Glückwunsch an Madlen- wir freuen uns sehr darüber dich an der Spitze unseres Vereins zu haben.

 

Alle anwesenden Mitglieder haben ihre Kompetenzen und Stärken dargelegt und werden den neuen Vorstand tatkräftig unterstützen. Da Madlen bislang den Posten der 2. Vositzenden bekleidet hat, steht am 13.03.2020 auf der Jahreshauptversammlung nun neben der Wahl des Schriftwarts auch die Neuwahl des 2.Vorsitzes an.

 

Die Verlegung des Vereinsitzes nach Timmaspe, wurde von allen anwesenden Mitgliedern einstimmig beschlossen und wird nach der Jahreshauptversammlung notariell beglaubigt und im Vereinregister offiziell geändert.