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Wir haben wieder einen vollständigen Vorstand!

 

Auf der Mitgliedervollversammlung am 26.10.2018, welche trotz mangelder Teilnehmerzahl (5 Personen, davon 3 aus dem Vorstand) beschlussfähig war, haben wir Swanhild Priestley als 1. Vorsitzende wählen und somit in den Vorstand zurückgewinnen können. Dies freut und wirklich sehr, denn Swanhild ist seit Gründung des Vereins eine pure Bereichung.

Innerhalb des Vorstands haben wir eine neue Aufgabeverteilung vorgenommen, sodass sich zukünftig der 1. Vorsitz (Swanild Priestley) vorwiegend um die öffentliche Repräsentation des Vereins kümmern wird, der 2. Vorsitz (Madlen Missal) sich der Vereinsverwaltung und dem Therapeutenregister annimmt, die Schriftwartin (Nicole Bossen) das Protokolieren und das Verteilen von Mails übernimmt. Ines Wagner bleibt dem Verein als Kassenwartin (u.a. Mitgliedsverwaltung) und als Webadministratorin erhalten, verabschiedet sich aber vorerst aus dem aktiven Vereinsgeschehen in die Babypause


Der „heiße“ September 2018: Endlich Rückenwind für die Therapeutenkammer!

 

Nachdem dieser Sommer gefühlt alles lahmgelegt hat – den Kopf, die Glieder und alle Sinne – verläuft der berufspolitische September in jeder Hinsicht fulminant.

An verschiedenen Orten und auf sehr unterschiedlichen Veranstaltungen machen sich Therapeuten aller Richtungen auf den Weg in die Zukunft. Eine bessere Zukunft!

Die Initiative Therapeutenkammer und deren Fördervereine in Schleswig-Holstein (IGThera-SH e.V.) und NRW (TKNRW e.V.) leisten hierzu einen nicht unerheblichen Beitrag.

Die Stationen heißen in chronologischer Reihenfolge: Bielefeld, Essen, Kiel, Rendsburg, München, Kiel, Berlin und Idstein.

 

Erste Station: Open Space Zukunftskonferenz

 

01.     September Bielefeld

 

Eine Crew, bestehend aus elf Therapeuten, darunter Mitglieder der Initiative Therapeutenkammer aus Schleswig-Holstein und NRW bereitet zusammen mit Ralf Buchner und Albrecht Schürhoff die Veranstaltung vor. Unter anderem sammeln wir unsere Erwartungen für Open Space und werten diese aus.

Ergebnis: Wir wünschen uns konkrete Handlungskonzepte für eine bessere Zukunft, aber auch eine „To Do-Liste“ für die Politiker, die für unsere Belange zuständig sind.

Mein persönliches Anliegen: Wie gelingt es uns, genug Therapeuten und die entscheidenden Politiker davon zu überzeugen, dass die Schaffung einer Selbstverwaltung für Therapeuten, die Basis für eine bessere Zukunft bildet. 

 

08. September Essen

 

Gut 120 Therapeuten finden sich auf dem Forum der Open Space Konferenz ein. Viele Ideenplakate verdeutlichen die aktuelle Situation, aber auch Visionen und zukunftssichernde Reformkonzepte.

Wir sind gespannt, welche Themen die berufspolitisch interessierten Therapeuten beschäftigen werden. Neben den bekannten Themen, wie angemessene Bezahlung, Fachkräftemangel, Direktzugang, Akademisierung und Image, will sich eine große Mehrheit der Therapeuten mit dem Thema Kammer auseinandersetzen. Hier wird deutlich, dass es noch ein großes Informationsdefizit gibt

Den meisten Anwesenden ist der Unterschied zwischen Kammer und Verband noch nicht klar. In vielen Workshops, die durch unsere Moderation und die Ideenplakate unterstützt werden, erarbeiten sich die Therapeuten Inhalte und daraus entstehen Maßnahmen und Forderungen. Auf großen Blättern werden die Ergebnisse zusammengetragen und bewertet.

Tatsächlich wird die Forderung nach einer Kammer zum stärksten Ergebnis des Tages!

Mit vielen Therapeuten kann ich vor und nach der Veranstaltung sprechen. Sie geben mir mehrheitlich das Feedback, dass sie auf der Suche nach Konzepten für Verbesserungen ihrer beruflichen Situation, sich weiterhin mit dem Thema Therapeutenkammer auseinandersetzen und auch andere Kollegen darüber berichten wollen.

 

Zweite Station: Menschen, die den Norden bewegen – Symposium des Schlaganfall Ring

 

12.September Kiel

 

Auf dem vom Schlaganfall Ring unter Leitung von Jürgen Langemeyer organisierten Symposium habe ich als Vertreterin der Initiative Therapeutenkammer die Gelegenheit die Situation der Therapeuten und unsere Forderung nach einer Kammer zu erläutern. Vor einem gemischten Publikum, bestehend überwiegend aus Patienten, Ärzten und Therapeuten, war ich sehr gespannt, wie das Konzept der Initiative Therapeutenkammer ankommen würde.

Nach meinem einführenden Statement übernimmt die Moderatorin Susanne Kluge-Paustian (NDR, Visite) die Moderation eines Interviews auf dem Podium mit Ralf Buchner als externem Sachverständigen und mir. Diese Form der Darstellung ist sehr lebendig und kommt gut an. Es geht mir hier darum, dass Patienten verstehen, warum nur eine Kammer auf Dauer eine qualitativ hochwertige Versorgung mit Therapie sichert und warum das Ziel „Gesundheitsberufe auf Augenhöhe“ auch zum Nutzen des Patienten sein wird.

Die Botschaft ist transportiert. Wir bekommen viel Beifall und die Flyer unserer Initiative werden nicht nur von den Therapeuten, sondern auch von den Ärzten mitgenommen.

 

Dritte Station: Regionaler Therapie Talk – offene Fragen zur Kammer?

 

13.September, Rendsburg

 

Auch auf regionaler Ebene wollen wir immer mehr Therapeuten über die Kammer informieren und unser Netzwerk und den Rückhalt in der Therapeutenbasis verstärken.

Es geht nicht ums missionieren. Mit einer Methode aus Open Space erarbeite ich mit den acht Therapeuten Antworten zu meiner Leitfrage: „Was brauche ich noch an Informationen, damit ich wirklich überzeugt von der Kammer bin?“

Drei große Themenblöcke ergeben sich an diesem Abend: 1. Was sind die Vorteile der Kammer? 2. Was sind die Nachteile der Kammer? Und 3. Wie ist die Struktur der Kammer?

Heute tragen wir alle gemeinsam die Vorteile der Therapeutenkammer zusammen. Hier brauche ich nicht zu referieren, sondern nur kommentieren und ergänzen. Alle Anwesenden bringen sich mit ihrem Wissen ein. Ein erfolgreicher und zufriedenstellender Abend für alle!

 

Vierte Station: Empowerment Projekt

 

22.September, München

 

Während die Münchner und der Rest der Welt auf der Wiesn durchdrehen, treffen sich ca.15 Therapeuten aller Fachrichtungen (ein Therapeut, Rest Therapeutinnen) zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Kammer. Dieser Tag wird von Daniela Hoffmann-Kruse und mir als den beiden Koordinatorinnen der AG Bundestherapeutenkammer gestaltet. Wir wechseln uns in unserem Vortrag ab und haben es mit einem so interessierten und offenen Publikum zu tun, dass sich bald eine sehr lebendige Diskussion ergibt. Zentrale Fragen: Was ist der Unterschied zwischen Kammer und Verband? Wie finden sich die kleineren Berufsgruppen in der großen Kammer wieder?

Um diese Aspekte zu verdeutlichen, hat Daniela eine graphische Darstellung einer möglichen Struktur der Therapeutenkammer mitgebracht. Hieraus wird deutlich, dass jede Berufsgruppe ein festes „Haus“ in der Kammer haben wird, sodass im Parlament und im Vorstand alle Berufsgruppen an einem Tisch sitzen und ihre gemeinsamen Interessen nach außen vertreten können.

Es wird auch deutlich, dass die Kammermitglieder diejenigen Verbände ins Parlament wählen, die die beste Arbeit machen und die wichtigsten Projekte vertreten. Tatsächlich kommt es durch die Wahl des Parlaments zu einer Art Wettbewerb unter den Verbänden, sodass sich die Mitgliederzahl der „Guten“ erheblich vergrößern wird. Da die Kammer Aufgaben übernimmt, die sonst von den Verbänden geleistet werden, kommt es zu einer Entlastung der Verbände, die sich nun auf ihre eigentliche fachliche Arbeit konzentrieren können. Den Anwesenden leuchtet ein, dass sich auf diesem Wege auch die Verbände stärken werden und mehr und vor allem aktivere Mitglieder generieren können.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Vom Sein zum Werden“. Dazu habe ich mir Gedanken gemacht und bin über einen Liedtext von Lina Maly gestolpert:

 

Denkst du nicht auch
Dass wir was Großes gefährden
Wenn wir aufhören zu werden
Weil wir anfangen zu sein?
  (Einer am Morgen, Lina Maly)

 

Und ich denke mir, genau darum geht es, nur anders herum: Wir sollten aus dem „wir nehmen hin, wie es ist“ in das „wir entwickeln uns weiter“ gelangen. Dafür brauchen wir allerdings eine Perspektive, eine Vision. Je mehr ich über die Struktur der Kammer lerne, desto mehr erscheint es mir, dass es eine Basisstruktur für Innovationen und nachhaltige Verbesserungen unserer Profession bilden kann.

 

Fünfte Station: Offenes Büro der SPD-Landtagsfraktion S-H

 

 25. September, Kiel

 

Der Einladung des Fraktionsvorsitzenden Herrn Stegner und seiner Vertreterin Birte Pauls folgen fast 60 Therapeuten. Das Büro im Landeshaus quillt über und die fünf anwesenden Politiker Dr. Ralf Stegner, Birte Pauls, Bernd Heinemann, Serpil Midyatli und Andreas Hering stehen an fünf verschiedenen Stehtischen bereit zum Gespräch. In erster Linie haben sie aber ein offenes Ohr für die Probleme der Therapeuten und ihrer Branche. Die fünf  Vertreter unserer Interessenvertretung Madlen Missal, Nicole Bossen, Beate Schnoor, Carsten Keil und Anna Szilinski, sowie Mitglieder des Therapie Talk Rendsburg, versorgen die Politiker unentwegt mit Informationen und formulieren unsere Forderung nach einer Kammer, damit die Fremdbestimmung und Rechtlosigkeit unseres Berufsstandes sich in Selbstbestimmung und verbindliche Mitbestimmung wandeln kann.

Diese Veranstaltung ist eine großartige Geste der SPD-Landtagsfraktion – wir hoffen sehr, dass weitere Gespräche und Taten folgen werden: Nämlich die Einbringung eines Antrages zur Verabschiedung eines Gesetzes zur Gründung einer Therapeutenkammer!!! 

Das ist jedenfalls genau das, was wir uns von unseren Parteien wünschen – und nicht nur von der SPD - dass sie sich hinter uns Therapeuten stellen und unsere Stellung im Gesundheitssystem stärken.

 

Sechste Station: Therapiegipfel des SHV

Ein großer Schritt in die richtige Richtung mit einem Riesen Haken dran!

 

27. September, Berlin

 

Ein historischer Tag. Das erste Mal – soweit ich mich erinnere – dass eine von Therapeuten organisierte Veranstaltung stattfindet und der Gesundheitsminister des Bundes kommt und auch noch eine Rede hält – dazu eine 45-minütige!

Der SHV – der vor vier Jahren gegründete „Spitzenverband der Heilmittelverbände“ hat es geschafft, sich als „eine Stimme“ der Heilmittelerbringer zu präsentieren. Er hat augenscheinlich das Vertrauen Roy Kühnes und des Gesundheitsminister Spahn gewonnen und gilt jetzt als die offizielle Vertretung aller Heilmittelerbringer in Deutschland, denn in dem von Herrn Spahn vorgestellten Eckpunktepapier spielt der SHV eine tragende Rolle.

Hiermit hat Herr Spahn den Therapeuten ihre „Einigkeit“ übergestülpt, die die Politiker und die Therapeuten selbst jahrelang gefordert haben.

Haken an der Sache: Niemand ist gefragt worden. Laut Satzung SHV kann der Verband andere Verbände in Form ihres Vorsitzenden aufnehmen, sofern sie über 3000 Mitglieder haben – muss es aber nicht. Demokratische Legitimation durch alle Therapeuten des SHV? Leider nicht.

Eine größere „Watschen“ haben die Therapeuten dieses Landes, die nur zu knapp 30 Prozent in Verbänden organisiert sind, nicht erhalten können. Sie haben es bisher nicht geschafft, sich eine demokratisch legitimierte Vertretung auf Landesebene, geschweige denn auf Bundesebene zu schaffen.

Nun soll der SHV das Recht erhalten ab 2020 für alle Heilmittelerbringer der Bundesrepublik einheitliche Preise mit dem GKV-SV abzuschließen. Er soll das Recht erhalten, die Diagnosen zu bestimmen, für die es in Zukunft Blankoverordnungen geben soll.  Budgetverantwortung und die Einhaltung des Budgets soll der SHV kontrollieren. Wie soll das gehen???

Der SHV ist jetzt per Dekret von ganz oben in eine vergleichbare Funktion wie die Kassenärztliche Vereinigung eingesetzt worden obwohl er keine Selbstverwaltung ist. Im Gegensatz zur KV soll er sogar bundesweit agieren.

Meine Hoffnung ist, dass nun noch mehr Therapeuten einleuchten wird, warum wir ganz dringend eine Kammerstruktur brauchen, um uns vertreten zu können.

 

Siebte Station: Ab in die Zukunft – Symposium der Universität Fresenius

 

29. September, Idstein

 

Dies ist die letzte Station aber vielleicht die bedeutungsvollste in diesem Monat. Die Studierenden der Uni um Frau Prof. Hammer stellen die Ergebnisse ihrer letzten Studie zum Thema Zukunft der Heilmittelerbringer vor. Zuvor hat die Studie dieser Uni „ Ich bin dann mal weg“ bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die Wirkung ist so groß, dass auch viele Politiker die erschreckenden Ergebnisse der Studie wahrnehmen. Somit sorgt „ Ich bin dann mal weg“ dafür, dass die Probleme über die Branche hinaus bekannt und ernst genommen werden.

Die jetzt vorgestellte Studie geht der Frage nach, wie sich bei verschiedenen Gruppierungen die aktuelle Lage der Therapeuten darstellt und wie sie sich deren Zukunft vorstellen könnten.

Interessant an den Ergebnissen ist die Diskrepanz zwischen der Binnenwahrnehmung der Verbände – gute Außenwahrnehmung, guter Einfluss, gute Entwicklung – und der Wahrnehmung durch Externe und Therapeuten, die eher zu gegenteiligen Aussagen kamen.

Große Übereinstimmung gibt es bei den befragten Therapeuten in der Ansicht, dass nur eine größere Einigkeit und Geschlossenheit zu mehr Einfluss und zur besseren Umsetzung der Ziele führen könne. In den Zielen sind sich tatsächlich alle befragten Gruppen einig: mehr Geld, mehr Einfluss, mehr Autonomie.

Große Widersprüche gibt es in Bezug auf die Therapeutenkammer als mögliches Instrument zur Verwirklichung der Ziele. Während fast alle Verbände der Kammer ablehnend gegenüberstehen, ist hier die absolute Mehrheit der Externen dafür und ebenso 50 Prozent der befragten Therapeuten. Diese geben allerdings gleichzeitig an, dass sie sich in Bezug auf die Kammer noch nicht gut genug informiert fühlen.

Nach der Vorstellung der Studie beginnt eine von den Studenten selbst moderierte Podiumsdiskussion. Auch hier ist das Thema Kammer der zentrale Streitpunkt. Die Politikerin Frau Schulz-Asche von den Grünen spricht sich sehr vehement für die Einführung einer Therapeutenkammer aus. Ihr Hauptargument: „Ohne den demokratisch legitimierten Einfluss der Kammer werden sie niemals gegen die Macht anderer Akteure im Gesundheitswesen ankommen.“ Sie warnt vor zu viel Enthusiasmus über das Eckpunktepapier von Herrn Spahn. Es sei ein Papier und nichts weiter als dies: jetzt müsse man darauf drängen, dass es auch in eine Gesetzesvorlage umgewandelt werde und dem Bundestag und Bundesrat zur Abstimmung vorgestellt werde.

Auch Frau Mesugga von Physio Deutschland spricht sich für die Einführung einer Kammer aus. Ihr Argument ist, dass die Kammer den Verbänden viele Aufgaben abnehme und die Verbände sich dann ihrer eigentlichen fachlichen Arbeit zuwenden könnten. Man hätte einfach viel zu viel zu tun.

In den Gesprächen nach der Veranstaltung wird deutlich: die Studenten, die sich ein halbes Jahr lang intensiv mit der Berufspolitik und den Zukunftsperspektiven der Therapeuten beschäftigt haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass wohl die Therapeutenkammer der einzige in Deutschland sinnvolle Weg sei, um die gemeinsamen Ziele durchsetzen zu können.

Die Gespräche nach der Veranstaltung ergeben, dass wir weiterhin mit Frau Hammer und den Studenten in Kontakt bleiben, um uns gegenseitig bei der Durchsetzung der Kammern auf Länderebene zu unterstützen.

Auch Frau Schulz-Asche und Frau Mesugga bieten ihre Unterstützung an, was uns sehr zuversichtlich stimmt.

Jetzt geht es mit Vollgas – nein – mit Therapeutenkammer in die Zukunft!!!

 

Resumée

 

Bisher kannten wir fast nur Gegenwind für unser „Therapeutenkammer-Boot“.

In diesem September haben treibende Winde erstmals die Segel für die Verkammerung der Therapeuten stark gebläht. Wir haben Rückenwind!

Rückhalt ist nicht nur unter den Therapeuten an der Basis, sondern auch bei den Akademikern, sogar bei einem Verband und bei Politikern zu finden. Dies ist eine sehr große Bestärkung für unsere Idee. Unser Plan: alle innovativen Gruppen unter dem Dach der Initiative Therapeutenkammer bündeln und mit gemeinsamer Kraft weitersegeln. Wir können zeigen, dass Kammer nicht verstaubt und unbeweglich ist, sondern genau das Gegenteil: innovativ und einflussreich. Darum macht Kammer Bewegung, Entwicklung und Veränderung möglich. Genau das ist es, was wir in unserem Berufsstand brauchen!

Heute, am dritten Oktober habe ich gedacht: Wie schön wäre es, wenn heute auch Tag der deutschen Einheit der Therapeuten sein könnte!

 

Fockbek, 3. Oktober 2018

Swanhild Priestley

 

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Der "heiße" September 2018: Endlich Rückenwind für die Therapeutenkammer!
Erlebnisbericht mit Bildern von Swanhild Priestley über ihren berufpolitisches September.
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Artikel von Swanhild Priestley 08.10.2018

 

 

Unser Traumberuf hat Zukunft!

 

 

Am Samstag, den 08.September fand im Rahmen der TheraPro Essen die zweite Open Space Konferenz für alle Heilmittelerbringer statt. Unter dem Motto „selbstbestimmt statt fremdbestimmt“ hatte die Firma Buchner die Konferenz organisiert und gesponsert. Inhaltlich vorbereitet und durchgeführt wurde der Tag, an dem über 120 Therapeuten zusammenkamen von einem großen Team bestehend aus 11 Therapeuten aller Fachrichtungen, Ralf Buchner und Mitarbeitern seiner Firma, sowie Albrecht Schürhoff als Moderator von der Firma Initio.

 

 

Meine Aufgabe begann als Mitglied des Planungskomitees schon davor. Als einzige der Therapeuten brachte ich Open Space Erfahrung mit. Vor vier Jahren hatte ich in Neumünster an der ersten Open Space Konferenz für alle Heilmittelerbringer teilgenommen. Aus dieser Konferenz war die Initiative Therapeutenkammer hervorgegangen, die seitdem bundesweit produktiv und aktiv geworden ist. Am Anfang hatte ich damals – wie es für Open Space üblich ist - eine einfache Frage formuliert und auf ein Blatt Papier geschrieben: „Was ist eine Kammer? Könnte sie uns Therapeuten etwas nützen?“

 

... (der gesamte Artikel mit Bildern steht als Download bereit!)

 

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Unser Traumberuf hat Zukunft!
Ein Artikel zur Open Spacve Ideen Konferenz in Essen von Swanhild Priestley
Artikel zur Open Space Zukunfts Konferen
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"Bayern schafft Schuldgeld (...) ab"

 

Es bewegt sich was in Deutschland. Nach NRW soll nun auch in Bayern das Schuldgeld für Physiotherapeuten abgeschafft werden. So ist der Süden uns Nordlichtern mal wieder eins voraus. Schleswig-Holsteins Landespolitiker sollten lieber schnell handeln und nachziehen, bevor uns auch noch das restliche Potential wegläuft. Für unsere norddeutschen Schulabgänger werden andere Bundesländer, in denen die Ausbildung kostenfrei ist, so langsam attraktiver als SH.

 

Hier geht's zum Artikel:

http://mobile.aerzteblatt.de/news/97978.htm


Therapiegipfel in Berlin

 

Swanhild Priestley und Beate Schnoor vom Verein waren vor Ort. Bericht siehe Beitrag "Der "heiße" September 2018..."


Offenes Büro- therapeutische Fachberufe


Die SPD-Landestagsfraktion lud am 25.09.2018 alle Therapeuten zum Austausch von Meinungen und Positionen ins Landeshaus ein.

Die IGThera-SH, vertreten durch Madlen Missal, Nicole Bossen, Beate Schnoor und Anna Szilinksi, waren unter ca. 60 Therapeuten aller Bereiche mit dabei. Uns Therapeuten wurde die Gelegenheit gegeben über die Missstände unserer Berufsgruppe ausführlich zu berichten. Wir sahen in 18 erstaunte Augen von den Politikern, als wir von unseren Anliegen erzählten.  Andreas Hering (Vorsitzender Ausschuss für Gesundheits und Soziales) hat uns weitere Gespräche zugesagt. wir gehen jetzt davon aus, dass nach den Zusagen auch Taten folgen. Denn Bernd Heinemann (Mitglied des Landtags) stellte richtig fest, dass die Schuldgeldbefreiung nur der Anfang sein kann.

 

(Im Bild: 3. von links Anna Szilinksi (Vereinsmitglied), Mitte vorne Andreas Hering (siehe Text), 3. von rechts Madlen Missal (2. Vereinsvorsitzende), 2. von rechts Serpil Midyatli (Mitglied des Landtages, stellvertretende Fraktionsvorsitzende), 1. von rechts Bernd Heinemann (siehe Text))


Einladung von Empowerment-Project zur Infoveranstaltung Therapeutenkammer


Diese Veranstaltung ist für Angehörige der Berufsgruppen Ergotherapie, Logopädie und
Physiotherapie geöffnet! Wir freuen uns auf rege Teilnahme und Interesse am Thema:


LAB# 3: Vom Sein zum Werden ::: Communities of practice & Praxisforschung


Für diese Veranstaltung haben wir Bundesvertreter der Initiative Therapeutenkammer gewinnen können,
die uns die Initiative u.a. zu folgenden Inhalten vorstellen:
- Was ist die Therapeutenkammer?
- Was sind die Ziele der Therapeutenkammer?
- Was unterscheidet eine Gemeinschaft (von Therapeuten) mit verbindlichen Rechten und Pflichten
(Kammer/ Selbstverwaltung) von freien Gemeinschaften (Vereine, Verbände) mit unverbindlichen
Rechten?
- Was ermöglicht eine Verkammerung der Therapieberufe?
Im Anschluss ist Zeit für:
- Austausch und Diskussion
- Interdisziplinäres Netzwerken
- Vorstellen von interdisziplinären Projekten oder Projektideen

Wo treffen wir uns?
Ort: Praxis für Ergotherapie und Systemische Paar- und Familientherapie, Juliane Kellerer.
Bunzlauer Str. 23 / Rgb.; 80992 München
Save the Date: 23.09.2018
Zeit: 10:00 - 14:00 Uhr
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir bitten aufgrund der Raumplanung um eine Anmeldung.
Diese und weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.empowerment-project.de

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Einladung Empowerment Project 3. Veranstaltung
Anschreiben Praxen Empowerment-Project 2
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Landesgesundheitsminister Heiner Garg fordert Initiative auf Bundesebene!

 

Die KN schreibt am 30.07.2018 das Heiner Garg unser Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein die Bundesregierung auffordert in Sachen kostenfreie Ausbildung schnell aktiv zu werden."Jetzt sind konkrete Schritte gefordert", sagte der FDP-Politiker. Die Altenpflege erhält bereits Förderung vom Land, sodass hier eine kostenfreie Ausbildung für 1715 Plätze möglich ist. Die Therapeuten müssen nun darauf hoffen, dass der Bund sich an die Abarbeitung der Koaltionsvertragsvereinbarungen macht. Frau Pauls von der Landes SPD in SH sagte bereits im Juni, dass die Landesregierung bereits längst die Schulgelder hätte abschaffen können.

 

Es bleibt also zu hoffen, dass diese postive Veränderung für unseren Berufsstand eintritt, aber bitte schnell!!!

 

Zum Artikel geht es hier!


Die Politik wacht auf:

 

Riesenerfolg für die IGThera-SH! Aufgrund unserer kontinuierlichen Aufklärungsarbeit kämpft Birte Pauls (SPD) für die Rettung der Heilmittelerbringer. Erster Schritt: die schnellstmögliche Befreiung vom Schulgeld!

 

Lieber Herr Garg: Jetzt reicht nicht ein Zeichen (Danke dafür) sondern nur noch eine Tat!!!

SHZ: Landeszeitung Seite 3 vom 11.06.2018


Die Jacke passt nicht mehr! - Lösungsorientiertes Gespräch der IGThera-SH e.V. mit Frau Dr. med. Bohn von den Grünen am 24.05.2018 im Kieler Landeshaus

 

Frau Dr.med. Marret Bohn und die Interessengemeinschaft Therapeuten Schleswig-Holstein e.V. sind sich einig: Schulgeldfreiheit und Patientenversorgung müssen  verbessert werden – ein langfristiges Ziel kann die Kammer für alle Therapeuten sein, als Basis für den Direktzugang, sowie verbindliche Selbst- und Mitbestimmungsrechte!

Frau Bohn und ihr Team von den Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag empfingen die Vertreter der IGThera-SH um Swanhild Priestley sehr herzlich mit den Worten „Bei uns laufen Sie offene Türen ein“.

Und so war es auch tatsächlich: Frau Bohn hörte uns in Ruhe zu und arbeitete von Anfang an lösungsorientiert, indem Sie jedes der von uns benannten Probleme einzeln aufgriff und eine Antwort auf die Frage suchte: was kann Politik hier tun?

Hier verstand sie sehr klar, dass die Schulgeldbefreiung in Schleswig-Holstein allen Beteiligten auf den Nägeln brennt und keinen Aufschub mehr duldet. Der Sozialausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages führt aktuell eine Expertenanhörung zur Schulgeldfreiheit durch. Die Ergebnisse werden hoffentlich eine Orientierung für eine zeitnahe Umsetzung geben. 

Als weiteren Punkt erkannte Frau Bohn, dass den Patienten, die dringend einen Hausbesuch brauchen und diesen nicht erhalten, unbürokratisch geholfen werden muss.

Wir hatten hier als Beispiel einen Patienten aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde erwähnt, der wegen schwerer Wassereinlagerungen in den Beinen dringend Lymphdrainage als Hausbesuch benötigt und von 21 ansässigen Therapiepraxen abgelehnt worden war.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Landtagfraktion hält es für erforderlich,  die Krankenkassen auf das Problem hinzuweisen. Das Krankheitsbild eines im Hause nicht versorgten schwer kranken Patienten kann sich so schnell verschlechtern, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss. Womöglich auch noch auf der Intensivstation. Das wäre eine große Belastung für den Patienten und die Angehörigen. Auch der Kostenfaktor würde in keinem Verhältnis stehen. Das Ziel sollte sein, dass die Behandlung eines Patienten im Hause keinen wirtschaftlichen Verlust für die Therapiepraxis darstellt. 

Außerdem hält Frau Bohn den Aufruf der IGTherapie an die Therapiepraxen, sich bei  grundlegenden Problemen an das Büro der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten zu wenden, für eine gute Idee. Das heißt konkret, dass die Praxen die Patienten, die nicht fristgerecht oder gar nicht versorgt werden können, sich mit ihrem Anliegen direkt an den zuständigen Mitarbeiter im Team der Bürgerbeauftragten Herrn Nowak wenden können (Telefon 0431 988-1234 Christian.Nowak@landtag.ltsh). Herr Nowak wird versuchen, diesen Patienten unbürokratisch zu helfen und die Anfragen zu sammeln. Das wird hoffentlich dazu führen, dass deutlich wird, wie groß die Not ist. (Weiter Infos hier auf der Homepage weiter unten)

Frau Bohn hat gegen den Widerstand von CDU und FDP in der Jamaika Koalition die Einrichtung der Pflegeberufekammer in Schleswig-Holstein durchgesetzt. Auch hat sie ein offenes Ohr dafür,  dass die Berufsangehörigen der Gesundheitsfachberufe ihre eigenen Belange selber regeln möchten. Diese größtmögliche Befreiung von Fremdbestimmung könnte durch die Installation einer Berufskammer umgesetzt werden.

Der Rat von Frau Bohn an die Therapeuten: Nicht lockerlassen, Geduld haben, immer wieder in Gespräche, auch gerade mit den „noch-nicht-Kammer-Freunden“  und für Aufmerksamkeit sorgen! Dies seien die Dinge, die Politiker dazu bewegen können, etwas zu bewegen!

Das Zeitfenster, indem wir etwas für unseren Berufsstand und unsere Zukunft tun können, hat sich jetzt aufgetan. Da der Fachkräftemangel wirklich rasant ansteigt und der Druck wächst, ist jetzt die Zeit für grundlegende Veränderungen:

 

Die Jacke passt nicht mehr – ziehen wir sie aus und suchen wir uns selbst die Jacke, die uns jetzt passt, wo wir als Berufsstand erwachsen geworden sind!

 

Swanhild Priestley für die IGThera-SH e.V.

 


Jahreshauptversammlung am 20.04.2018

 

Am 20.04.2018 hatten wir Jahreshauptversammlung. Es waren von aktuell 37 Mitgliedern 6 Personen anwesend. Somit waren wir für die Wahl der Vorstandsposten 1. und 2. Vorsitz sowie Schriftführerin nur knapp beschlussfähig. Wir verabschieden schweren Herzens Swanhild Priestley, unser Zugpferd seit Gründung des Vereins, als 1. Vorsitzende aus unserem Vorstand. Auch Anna Szilinski kann ihren Posten als 2. Vorsitzende nicht mehr ausführen und gibt diesen für unsere neu gewählte 2. Vorsitzende Madlen Missal frei. Wir begrüßen sie herzlich als führendes Vorstandsmitglied und werden sie tatkräftig in ihrem Amt unterstützen. Zur Freude aller bleibt uns Nicole Bossen als Schriftführerin erhalten. Aufgrund dessen, dass Madlen Missal nun Vorstandmitglied ist, wurde auch der Posten der 1. Kassenprüferin mit Birgit Fox neu gewählt.

Der 1. Vorsitz konnte in der JHV aufgrund von Bewerbermangel für dieses Amt nicht gewählt werden und wurde vertagt. Der Verein bleibt weiterhin handlungsfähig, allerdings ist der unvollständige Vorstand nicht mehr beschlussfähig und Abstimmungen sind im Zweifelsfall nicht gültig. Wir freuen uns über motivierte und engagierte Mitglieder, die bereit wären den Posten des 1. Vorsitz zu übernehmen.


Zusammenfassung vom 1. Infoforum Zukunft Therapie in SH

 

Am 03.03.2018 durften wir 70 Interessierte Teilnehmer und wirklich tolle Referenten zum ersten Infoforum Zukunft Therapie willkommen heißen. Es wurden uns wirklich sehr spannende und leider auch niederschmetternde Vorträge präsentiert. Eine detaillierte Zusammenfassung und einge Vorträge in einer Videozusammenfassung könnt ihr euch hier herrunterladen. Wir freuen uns besonders, wenn ihr unser Vorhaben mit der Unterzeichnung der Zweiten Kieler Erklärung unterstützt. Die Daten werden ausschließlich im Sinne der Erklärung verwendet und zu keinen anderen Zwecken. Vielen Dank!

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Zusammenfassung Inforum Zukunft Therapie
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Flucht aus dem Therapieberuf
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Heilmittelwirtschaftsbericht 2017
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Die "kleine Kammer"
1. Vortrag Swanhild Priestley.pdf
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Schleswig-Holsteins Meilensteine
2. Vortrag Swanhild Priestley.pdf
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Schulgeldfreie Ausbildung ist die beste Medizin gegen Fachkräftemangel
Vortrag Birte Pauls SPD.pdf
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"Beispielhafte Pflege"- Pflegeberufekammer
Vortrag Frank Vilsmeier.pdf
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Initiative auf Bundesebene
Vortrag AG Bundestherapeutenkammer.pdf
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Therapie Talk Kalender
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2. Kieler Erklärung
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Tabelle Zweite Kieler Erklärung
Tabelle zur Kieler Erklärung vom 3.3.201
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Bericht vom 3. Therapie Talk Neumünster und Umgebung

 

Liebe Therapie Talker aus dem Raum NMS,

 

es hat mich sehr gefreut am 06.02.18 wieder drei neue Gesichter kennenzulernen. Was besonders schön ist, dass bis auf die Podos und Masseure alle Therapeutengruppen beim TherapieTalk vertreten sind.

Das Motto unseres 3. TherapieTalk war Wünsche für eine zukunftsfähige Berufsentwicklung! „Wie müsste sich der Therapeutenberuf entwickeln, damit es in Zukunft möglich ist, erfolgreich und in Ruhe Therapieren zu können?“ Folgendes haben wir zusammengetragen:

  • Nachwuchsförderung--> durch Schulgeldfreiheit und verbesserte Berufsaussichten wie der Verdienst
  • Mehr materielle und fachliche Wertschätzung
  • größtmögliche Freiheit/Selbstbestimmtheit mit der „nötige“ Kontrolle von Qualität
  • Überarbeitung/Modernisierung der Ausbildungs- und Berufsordnungà qualitative Standards für Schulen, Integration z.B. der Lymphdrainage sowie Streichung überflüssiger Lehrfächer
  • Abschaffung der Zertifikatsflut und Abrechnungspositionen

Zum Thema Schulgeldfreiheit habe ich Neuigkeiten aus der Landespolitik vorgetragen. Nach vielen Gesprächen zwischen IGThera SH e.V. und der SPD Politikerin Birte Pauls hat diese auf der Landtagssitzung am 24.01.2018 einen Antrag „Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen schulgeldfrei gestalten“ vorgelegt. Die Landesregierung sowie SSW und SPD sind sich einig, dass dringender Handlungsbedarf im Bereich der Ausbildung der Gesundheitsfachberufe besteht. Das zahlen von Schulgeld ist nicht tragbar, insbesondere bei dem steigenden Bedarf an Nachwuchskräften. Diese sind für die zukünftige Gesundheitsversorgung essentiell. Um die Ausbildung der Gesundheitsfachberufe attraktiver zu gestalten muss eine Lösung gefunden werden. Gesundheitsminister Heiner Garg präsentierte vier Möglichkeiten, um die Schulgeldfreiheit zu erlangen.

  1. Gesetzt zur Privatschulförderung durch das Land SH
  2. A) Erlass von Förderrichtlinien durch das Land, welche sich nach der Kassenlage richten

B) Förderung mittels Umlageverfahren

  1. Voll Akademisierung
  2. Überführung der Ausbildung ins Duale System

Lösung 2A hält er für weniger schön, da aufgrund der Abhängigkeit von der Kassenlage keine konstante Förderung gewährleistet ist. Für ihn scheint die beste Lösung 2B. Darüber, welcher Lösungsweg letztendlich der richtige ist, wird sich im Sozialausschuss des Landtages beraten. Laut Frau Katja Rathje Hoffmann (CDU) haben die CDU und SPD auf Bundesebene im Rahmen der Sondierungsgespräche über die Ziele der Schulgeldfreiheit und Abstrebung einer Ausbildungsvergütung debattiert. Der Bund soll bereits Fördermittel zugesagt haben.

Registriert euch auch im Therapeutenregister auf www.igthera-sh.de, damit euch zukünftig auch wichtige und interessante Informationen zu Veranstaltungen zugeschickt werden können.

Wir vom Verein IGThera-SH e.V. freuen uns natürlich auch über jegliche Unterstützung z.B. durch eine Mitgliedschaft in unserem Verein. An welchen Tagen wir uns treffen, findet ihr unter Termine auf www.igthera-sh.de.

Der nächste TherapieTalk findet nach einer etwas längeren Pause am 08.05.2018 wieder um 19.30 Uhr im Südbahnhof statt.

 

Ines Wagner


Pressemitteilung

 

Schleswig-Holsteins Heilmittelversorgung in Gefahr!

 

Alarmierende Erkenntnisse vom Therapie Talk Raum Rendsburg

Im Spätsommer 2017 kommt die Leiterin einer Pflegeeinrichtung für schwer psychisch kranke Menschen auf mich zu. Sie fragt mich, was sie tun solle, ob ich ihr helfen könne. Einer der ihr anvertrauten Klienten ist schwer gestürzt und hat mehrfache Knochenbrüche. Er ist jetzt ans Bett gefesselt und braucht dringend Physiotherapie, damit er nicht ein bettlägeriger Pflegefall wird. Aber keine der Kropper Praxen hat Kapazitäten frei für diesen Notfall.

Der Pflegekraft, die auch schon bei den Kassen nachgefragt hatte, konnte ich leider nicht weiterhelfen. Sie telefonierte erneut mit allen Praxen der näheren Umgebung und hatte dann zum Glück doch noch Glück.

Was soll jedoch ein meist älterer und schwer kranker Mensch machen, der nicht durch eine so tatkräftige Person unterstützt wird???

Der oben geschilderte Fall ist leider kein Einzelfall mehr. In letzter Zeit häufen sich Anfragen von Patienten, die keinen Therapeuten mehr finden, der zu ihnen nach Hause kommt. Praxen erhalten für Haus- oder Heimbesuche lediglich eine Aufwandpauschale inklusive Kilometergeld von zurzeit ca. 6,50 € für Heime und ca. 12,00 € für Hausbesuche. Der zusätzliche Zeitaufwand und die zusätzlichen Kosten können hiermit keinesfalls gedeckt werden.

Selbst mobile Menschen, die z.B. nach einer Operation dringend behandelt werden müssen, können ihre Therapie selten innerhalb der von den Kassen vorgeschriebenen 14 Tage Frist beginnen. Für die Genesung des Patienten ist es fatal, denn Heilungsprozesse können nur mit Verzögerung begonnen werden und dauern deshalb oft viel länger, wenn sie denn überhaupt noch erfolgreich sind.

Der Therapie Talk - eine Initiative der Interessengemeinschaft Therapeuten Schleswig-Holstein e.V. geht nun in die Offensive:

Alle Patienten, die nicht oder nur mit zu viel Wartezeit versorgt werden können, sollten direkt zu dem zuständigen Bürgerbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein, Herrn Nowak, Kontakt aufnehmen.

Dieser hat pragmatische Hilfe versprochen. Es ist sehr wichtig, dass sich alle betroffenen Patienten bei Herrn Nowak melden und sich in der Liste der teilnehmenden Praxis eintragen, damit die Initiative gegenüber der Politik und den Krankenkassen Fakten und Zahlen in die Hand bekommt.

Denn: nur wenn der Fachkräfteschwund gestoppt wird, kann die Versorgung der Patienten verbessert werden. Die Ursachen für den Fachkräftemangel sind bekannt, Lösungsmöglichkeiten auch -  allein die Notwendigkeit sofortigen Handelns wird vielerorts noch nicht gesehen..

Swanhild Priestley

Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin

Vorsitzende IGThera-SH e.V. , Gründungsmitglied AG Bundestherapeutenkammer,

Leiterin Therapie Talk Raum Rendsburg

 

Kontakt

 

Swanhild Priestley

info@igthera-sh.de

Telefon 0174 6946847

 

Christian Nowak, Referent Schleswig-Holsteinischer Landtag

Büro der Beauftragten für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein

 

Karolinenweg 1, 24105 Kiel

Telefon  0431 988-1234

Telefax   0431 988-1239

E-Mail     Christian.Nowak@landtag.ltsh.de

 www.buergerbeauftragte-sh.de

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Unterschriftenliste Patienten ohne Versorgung
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Patienteninformation Versorgungsnotstand
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IGThera-SH e.V. verhilft Schleswig-Holsteins Therapeuten zur Schulgeldfreiheit – Großartiger Einsatz von Birte Pauls SPD für alle Gesundheitsberufe

 

Dank des unermüdlichen Einsatzes der Interessebgemeinschaft Therapeuten Schleswig-Holstein ( IGThera-SH e.V. ) unter ihrer derzeitigen Vorsitzenden Swanhild Priestley konnte Frau Birte Pauls (SPD) davon überzeugt werden, dass es für Verbesserungen der Rahmenbedingungen in den Therapieberufen allerhöchste Zeit ist. Ihr Antrag „Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen schulgeldfrei gestalten“ feierte deswegen auch im Kieler Landtag einen großartigen Durchmarsch durch alle Parteien!

 

Birte Pauls hat viele Probleme des Therapeutenberufes in ihrer Rede aufgezeigt und dem Antrag deutlichen Nachdruck verliehen, so dass er unverzüglich in den Ausschuss zur Verhandlung kommt. Alle Parteien des Landtages haben sich für eine Schulgeldfreiheit ausgesprochen und sind sich des Fachkräftemangel in in den therapeutischen Berufen sehr bewusst. Dieser ist unverzüglich zu bekämpfen. Frau Katja Rathje- Hoffmann (CDU) hat es noch mal deutlich gemacht, dass in erster Linie sogenannte Frauenberufe betroffen sind. Das ist für sie, auch als Gleichstellungsbeauftragte, ein unhaltbarer Zustand. Der SSW- Abgeordnete Flemming Meyer machte klar, dass es im Sauerland schon keine Gebühren mehr gibt. Sollte Schleswig-Holstein seine Gebühren nicht abschaffen, werden die jungen Leute in andere Bundesländer abwandern. Frau Dr. Marret Bohn verdeutlichte noch mal, dass keine Zeit verstreichen darf. Alle Parteien wollen, dass die Ausbildung der Heilmittelerbringer kostenlos wird. Es ist im Ausschuss nur noch zu klären wie es finanziert wird. Frau Pauls gab dazu noch den Hinweis: "Wir haben Geld genug. Das ist keine Ausrede für politisches Nichtstun."

 

Damit ist ein erster Meilenstein der Politik für eine bessere Zukunft der Therapeuten in Schleswig-Holstein gesetzt!

 

siehe: 24.01.2018 http://www.landtag.ltsh.de/aktuell/mediathek/

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