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Unterwegs in die „Höhle des Löwen“? - IFK Nordforum Physiotherapie  am 14. Juni 2019

 

Ca. 130 Therapeuten haben den Weg nach Hamburg an die Alster gesucht. Trotz warmen Wetters war das Interesse an den Themen TSVG, Direktzugang, Therapeutenkammer und Co riesig. Frau Ute Repschläger und Rechtsanwältin Frau Borgmann führten durch die Veranstaltung.

 

Frau Repschläger gab einen Rückblick zur Entstehung des TSVGs und die Arbeit des IFKs dabei. Sie wies darauf hin, dass am 9.September 2019 ein zweiter Therapiegipfel in Berlin unter Beteiligung von Gesundheitsminister Spahn stattfinden wird!

 

Die Besonderheiten des TSVGs für die Praxisinhaber wurden detailliert beleuchtet.

Es wurde auch die Therapeutenkammer thematisiert. Dieses stieß dann doch bei dem einen oder anderen Praxisinhaber auf Unmut. Nachdem aber nochmal konkret nachgefragt wurde, ob das Interesse bestehe darüber zu sprechen, wurde über Vor- und Nachteile einer Kammer einigermaßen objektiv berichtet.

 

Es ist schließlich kein Geheimnis, dass der Vorstand des IFKs gegen eine Therapeutenkammer ist. Frau Repschläger gab erneut zu bedenken: „Wenn sich mehr Therapeuten in Verbänden organisieren würden, bräuchten wir keine Kammer.“ Das ist und bleibt aber sicherlich ein Wunschgedanke.

Bei der anschließenden Fragerunde, ging es glücklicherweise nicht nur um Finanzen, sondern auch um die Wertschätzung des Therapeutenberufes und die Akademisierung. Auf Nachfrage, wie der Verband die an ihn zusätzlich gestellten Aufgaben bewältigen will, wurde ausweichend aber sachlich geantwortet.

 

Alles in allem war es eine sehr informative und gut organisierte Veranstaltung, zu der auch Nichtmitglieder immer willkommen sind!

 

So wild war es also gar nicht, eher nordisch unaufgeregt und sachlich.


Bericht von der regionalen Talkrunde „Gesundheitsversorgung Sichern im Kreis RD“ am 18.03.2019 im Käte Ahlmann Haus in Büdelsdorf
In einer kleinen aber feinen Runde trafen sich Jürgen Langemeyer , 1. Vorsitzender des Schlaganfall-Ring (J.L.) , Thomas Fröber, ABKK Ahlmann, Gesund am NOK als Gastgeber (T.F.) und Swanhild Priest-ley, 1. Vorsitzende Interessengemeinschaft Therapeuten Schleswig-Holstein (SW) als Einladende.

Aufgrund der geringen Beteiligung wurden erst einmal grundsätzliche Ideen zur Steigerung der Moti-vation selbst aktiv zu werden, ausgetauscht:
- Die Handelnden müssen direkt angesprochen werden: Hingehen! (J.L.)
- Es müssen konkrete Projekte gestartet werden. (J.L.)


Swanhild Priestley stellte daraufhin die Frage:
Was ist meine eigene Motivation mich aktiv in den Entwicklungs-Prozess im Gesundheitswesen einzubringen?
1. Vision - Es könnte besser laufen, aber dazu gehört Vernetzung!
Denn: Zu viele Menschen sehen nur den eigenen Bereich und schauen nicht über den Teller-rand hinaus. (T.F.)
2. Vision: Verbesserungen werden durch Vernetzung möglich. Es ist schön das eigene „Baby“ wachsen zu sehen. (J.L.)
3. Vision: Es muss zu realen und nicht nur digitalen Treffen kommen, denn:
Die besten Impulse entstehen durchs Gespräch! (T.F.)


Nun ging es um den Start eines konkreten regionalen Projektes, dazu formulierte Jürgen Langemeyer folgende
Hypothese über die aktuelle Versorgungssituation im Kreis RD (J.L)
1. Es besteht Fachkräftemangel
2. Der Bereich Hausbesuche ist besonders unterversorgt
3. Patienten, die dringend eine Behandlung brauchen, müssen zu lange warten, bis sie mit der Therapie beginnen können.
4. Fehlversorgung: Es werden Fachkräfte gebunden durch die Durchführung nicht zwingend notwendiger Therapie
5. Das Problem hat viele Facetten!


Der erste Schritt der Lösungsstrategie:
Projekt zur Erstellung eines Zahlenwerks, das die konkrete Versorgungssitua-tion darstellt.
1. Antrag an den Demographiebeauftragten des Kreises zur Erstellung eines Registers.
2. Der Kreis sollte uns den Auftrag erteilen, dass wir uns um die Gesundheitsversorgung küm-mern
3. Der Gesundheitsausschuss müsste diesen Auftrag formulieren
4. Wir erstellen das Zahlenwerk legitimiert durch diesen Auftrag und durch Fördermittel des Kreises für regionale Aktivitäten
5. Wir wenden uns an die GKV, an den Kreis/das Gesundheitsamt, die Datenerhebung könnte als Universitätsprojekt erfolgen (zuständig: Dettmers, Stefan, Pulkowski)


Im Auftrag des Kreises sollte enthalten sein:
- Zustand der Heilmittelversorgung im Kreis RD
- Anlass: TSVG – Was ist die Konsequenz des TSVG für die Heilmittelerbringer im Kreis?
- Anlass: demographischer Wandel – die Versorgung muss sich nicht nur verbessern sondern überproportional vergrößern.
- Ansprechpartner: Der Sprecher des Gesundheitsausschuss.
Zum Ende unseres inspirierenden Treffens einigten wir uns auf die
Nächste Schritte:
1. Vorschlag für den Kreis formulieren (SW)
2. Kontakt zu Dettmer aufnehmen (J.L.)
3. Kontaktaufbau mit der Kreispolitik (T.F.)
Danach erst wird das nächste Treffen vereinbart.


Idee für ein weiteres konkretes Projekt: Fachkräfte Akquise für die ländliche Region RD!
Wir laden alle Interessierten ein, sich hierzu Gedanken zu machen.
Der nächste Termin wird mitgeteilt, sowie er feststeht.


Jahreshauptversammlung 2019

 

Am 29.03.2019 fand in Kiel die Jahreshauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung stand unterer anderem die Wahl des 1. Vorsitz, des Kassenwarts und des Beirats. Es freut uns das Swanhild Priestley zur 1. Vorsitzenden und Ines Wagner zur Kassenwartin wieder gewählt wurden. Als Beiratin dürfen wir Beate Schnoor im Vorstand willkommen heißen. Auch unserer neues Mitglied Olav Gerlach bekommt ein Amt. Er ist 2. Kassenprüfer für das Jahr 2019.


Was kostet die Kammer?

 

Viele, besonders die Kritiker, stellen sich die Fragen: Was wird mich die Kammer persönlich kosten? Wie hoch wird der Beitrag?

 

Da es noch keinen Satzungsentwurf für eine Therapeutenkammer gibt, lassen sich diese Fragen nur beispielhaft, aber sehr realtisch beantworten. Die Pflegekammer in Niedersachsen berechnet ihre Beiträge wie folgt:

 

"Der Mitgliedsbeitrag beträft 0,4 % der Jahreseinkünfte aus der Berufsgruppe des vorletzten Kalenderjahres." (www.pflegekammer-nds.de/mitgliedbeitraege-2019)

 

Hier ein Rechenbeispiel:

 

Jahreseinkommen 28.000 Euro x 0,004= 115,20 Euro Kammerjahresbeitrag / 12 Monate = 9,60 Euro Kammermonatsbeitrag


Grünes Licht für eine Therapeutenkammer in SH!

Abstimmung soll entscheiden!

 

Die Politiker haben uns signalisiert, dass wir Therapeuten zeigen müssen, dass die Mehrheit für eine Therapeutenkammer ist. Nun ist es aber so, dass Heilmittelerbringer nirgends registriert sind, somit gestaltet es sich schwierig geschätzte 7´000 - 10´000 schleswigholsteinische Therapeuten zu erreichen.

 

Dadurch brauchen wir die Hilfe von jedem Einzelnen! Auch Deine Hilfe!!! Verbreite den angehängten Artikel / diese Mail in den sozialen Medien, sprich mit befreundeten Therapeuten darüber.

 

Sich zu registrieren und seine Stimme abzugeben dauert für den Einzelnen nur wenige Minuten, würde uns aber einen riesen Schritt weiterbringen, denn dann können wir den Politikern Zahlen vorlegen. Und umso mehr Stimmen abgegeben wurden, umso mehr Gewicht haben diese Zahlen!

 

 

 

Wir zählen auf Dich!!!

 


Wird Schleswig-Holstein Vorreiter in der Therapie-Branche? Online-Stimmungsbarometer soll die Meinung der Therapeuten abfragen.
von Swanhild Priestley


In Schleswig-Holstein scheint der Weg frei zur Gründung einer Berufskammer für Physiotherapeuten, Lo-gopäden, Podologen, Ergotherapeuten und med. Masseure. Das ist einmalig in Deutschland. Nach langer Zeit besteht nun Konsens zwischen Gesundheitspolitikern der Fraktionen im Landtag zum Thema "Selbst-verwaltung der Heilmittelerbringer – Ja oder Nein?". Es soll nun abgefragt werden, ob eine ausreichend breite Basis der Therapeuten die Gründung einer Kammer befürwortet.
Seit vielen Jahren kämpft der Berufstand der Therapeuten/Heilmittelerbringern mit ganz besonderen Herausforderungen. Die äußern sich in fehlender Berufsautonomie sowie Abhängigkeiten von Ärzten und Krankenkassen. So werden die Rahmenbedingungen des Berufes derzeit nicht von Berufsangehörigen selbst, sondern von Fachfremden festgelegt. Obwohl die meisten anderen medizinischen Berufe die Vor-teile einer Kammer genießen, gibt es im gesamten Bundesgebiet noch keine „Therapeutenkammer“.
Im November dieses Jahres hatte nun nach Katja Rathje-Hoffmann (CDU) auch Dennys Bornhöft (FDP) grünes Licht für eine demokratisch legitimierte Selbstverwaltung aller Heilmittel-Therapeuten in Schles-wig-Holstein gegeben. Die gesundheitspolitischen Vertreter der SPD - Birte Pauls (stellvertretende Frakti-onsvorsitzende) - und der Grünen - Dr.med.Marret Bohn - standen der Idee einer Kammergründung be-reits längere Zeit aufgeschlossen gegenüber. Wenn Therapeuten in Schleswig-Holstein die Kammer wol-len, können jetzt die notwendigen Schritte erfolgen.
So sind alle Therapeuten in einer Vorabfrage aufgerufen ihre Stimme pro oder contra einer Verkammerung abzugeben. Ein Stimmungsbarometer soll ein erstes Bild über die Meinung der Therapeu-ten geben: therapeutenkammer.de/stimme


Was bringt eine Kammer?

Viele Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Masseure und Podologen kurz - Heilmittelerbrin-ger - haben sich in den vergangenen Jahren stark gemacht für die Gründung einer „Therapeutenkam-mer".
Schlössen sich die sogenannten Heilmittelerbringer unter dem Dach einer Kammer zusammen, so wäre ihr Einfluss ungleich größer und dieses mit gesetzlich verbürgten Rechten. Einen entscheidenden Aspekt bildet hier auch die Möglichkeit der engen Zusammenarbeit mit den Verbänden, die sich in ihren Aufga-ben mit den Befugnissen einer Kammer ergänzen.
Physiotherapeutin und Praxisinhaberin Swanhild Priestley von der Initiative Therapeutenkammer erklärt: "Die Therapeuten sind am Limit des Erträglichen. Selbst vordergründige Verbesserungen werden durch Manöver im Hintergrund wieder umgeworfen. Es ist an der Zeit, dass Therapeuten selbst Grundlagen ih-res schönen Berufes mitgestalten – aber Sie müssen jetzt dazu ihre Zustimmung geben."

Pro und Contra

Bislang spricht sich die Mehrzahl der Befragten für die Kammer aus. Doch es gibt auch andere Stimmen. Gegner der Selbstverwaltung führen immer wieder die Kosten sowie die notwendige Pflichtmitgliedschaft aller Heilmitteltherapeuten des Landes an. Sie stellen in Frage, ob in einer Gemeinschaftskammer die kleineren Gruppen, wie zum Beispiel Logopäden, ausreichend vertreten seien.
"In meinen Augen überwiegen die Vorteile. Sinnvolle Verwaltungsformen und ein faires System der Mit-sprache für alle Berufsgruppen sind ganz entscheidend. Die Alternative zur Kammer erleben wir bereits heute: Zersplitterung der Meinungen, fehlendes Mitspracherecht sowie eine scheinbar oftmals gewinn-orientierte Übermacht von Krankenkassen, Ärzten und der Pharmaindustrie. Diese Situation schadet dem Gesundheitssystem und den Patienten.", so die Meinung von Swanhild Priestley von der Initiative Thera-peutenkammer.


Informationen

Die Initiative Therapeutenkammer bietet über ihre Homepage vertiefende Informationen und führt wei-tere Informationsveranstaltungen durch. Falls dies gewünscht wird, besuchen die ehrenamtlich engagier-ten Therapeuten sogar einzelne Praxen. Ab Februar 2019 sind darüber hinaus Veranstaltungen zu diesem Thema an den Fachhochschulen und Fachschulen der Therapeuten in Schleswig-Holstein geplant.


Homepage: www.therapeutenkammer.de
Bilder und Downloads zu diesem Artikel: therapeutenkammer.de/presse
Ansprechpartnerin zum Artikel: Swanhild Priestley Physiotherapeutin, Heilpraktikerin, Osteopathin AG Therapeutenkammer Schleswig-Holstein Fon 0174-6946847


„Wir schaffen es nur gemeinsam!“

 

Diskussionsrunde zum Thema Therapeutenkammer versus Gesundheitsberufekammer am 31.01.2019 in Kiel

 

„Verkammerung der Heilberufe dient als Grundlage transprofessioneller Zusammenarbeit für nachhaltige Verbesserungen unseres Gesundheitswesens!“

 

In dieser Aussage waren sich alle Beteiligten einig. Egal ob eine Kammer nur für Heilmittelerbringer oder darüber hinaus auch für Diätassistenten, Orthoptisten, Notfall- und Rettungssanitäter – nach den Erfahrungen von Herrn Dr.med. Carsten Leffmann , Geschäftsführer der Ärztekammer SH und Herrn Frank Vilsmeier, Vizepräsident der Pflegeberufekammer SH führt die Verkammerung dazu, dass sich die Gesundheitsberufe an einen Tisch setzen und nachhaltige sowie verbindliche Verbesserungen der Zusammenarbeit planen können.

 

Der Vorteil gegenüber nicht verkammerten Berufsgruppen: Die Vertreter sind legitimiert für die komplette Berufsgruppe zu sprechen und die Vorhaben werden innerhalb der Berufsgruppe demokratisch abgestimmt und daraufhin verbindlich umgesetzt. Diese Legitimation durch die gesamte Berufsgruppe ist die Voraussetzung für echte Reformen – nicht für übergestülpte Anordnungen, die oft unangemessen sind oder Splitterbewegungen, die in der Breite ineffektiv bleiben.

 

Sinnvolle Reformen des Gesundheitswesens unter verbindlicher Beteiligung aller Betroffenen sind heute notwendiger denn je – dies war auch die Meinung von Birte Pauls gesundheits-und sozialpolitische Sprecherin der SPD und Frau Dr.med. Marret Bohn, der parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen. Daher war ihre Haltung eindeutig: „Wir stehen voll und ganz hinter der Idee der Kammer – egal ob nur für die Therapieberufe oder für eine noch größere Gruppe der nicht verkammerten Heilberufe -. Die Voraussetzung ist allerdings, dass ihr dafür eine Mehrheit in euren Berufen generiert.“ so Birte Pauls.

 

Als Gäste konnten wir Sebastian Heil als Vertreter der Notfall-und Rettungssanitäter, Frau Britta Ploen für die Diätassistenten und Elke von Ahlen als Vertreterin der Orthoptisten begrüßen. In ihren Plädoyers forderten Sie eine starke berufsständische Vertretung – auch eine Eingliederung in eine zukünftige Therapeutenkammer hielten sie für sinnvoll. Und zwar, wie Elke von Ahlen betonte: Mit der Vision die Zusammenarbeit der Berufe im Gesundheitswesen zu stärken.

 

Auch zu der Frage: was ist sinnvoller – Kammer für Therapeuten oder Kammer für die Gesundheitsberufe? äußerten sich die Referenten und Gäste. Herr Leffmann betonte, dass man in einer Kammer keine Angst vor Diversität haben solle, seine Kammer vereine ungefähr 51 unterschiedlichste ärztliche Fachrichtungen. Die Pflegeberufekammer befindet sich noch im Aufbau, daher denkt Herr Vilsmeier zurzeit nicht an eine Erweiterung der Pflegekammer in eine Gesundheitsberufekammer. Beide Kammervertreter könnten sich so ein Modell aber als Vision für die Zukunft vorstellen, denn: Es geht um das Meistern der Herausforderung für unser Gesundheitswesen in der Zukunft – und: Dieses schaffen wir nur gemeinsam!

 

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Referenten und Gäste: Von ihnen ist gestern Abend ein sehr deutliches Zeichen für einen gemeinsamen Weg auf Augenhöhe ausgegangen!

 

 

Swanhild Priestley     für die IGTHera-SH.de und die Initiative Therapeutenkammer.de

 

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