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Wir freuen uns auch dieses Jahr viele Beiträge über die Aktivitäten der Mitglieder und Ergebnisse unserer Arbeit zu posten.

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„Wir schaffen es nur gemeinsam!“

 

Diskussionsrunde zum Thema Therapeutenkammer versus Gesundheitsberufekammer am 31.01.2019 in Kiel

 

„Verkammerung der Heilberufe dient als Grundlage transprofessioneller Zusammenarbeit für nachhaltige Verbesserungen unseres Gesundheitswesens!“

 

In dieser Aussage waren sich alle Beteiligten einig. Egal ob eine Kammer nur für Heilmittelerbringer oder darüber hinaus auch für Diätassistenten, Orthoptisten, Notfall- und Rettungssanitäter – nach den Erfahrungen von Herrn Dr.med. Carsten Leffmann , Geschäftsführer der Ärztekammer SH und Herrn Frank Vilsmeier, Vizepräsident der Pflegeberufekammer SH führt die Verkammerung dazu, dass sich die Gesundheitsberufe an einen Tisch setzen und nachhaltige sowie verbindliche Verbesserungen der Zusammenarbeit planen können.

 

Der Vorteil gegenüber nicht verkammerten Berufsgruppen: Die Vertreter sind legitimiert für die komplette Berufsgruppe zu sprechen und die Vorhaben werden innerhalb der Berufsgruppe demokratisch abgestimmt und daraufhin verbindlich umgesetzt. Diese Legitimation durch die gesamte Berufsgruppe ist die Voraussetzung für echte Reformen – nicht für übergestülpte Anordnungen, die oft unangemessen sind oder Splitterbewegungen, die in der Breite ineffektiv bleiben.

 

Sinnvolle Reformen des Gesundheitswesens unter verbindlicher Beteiligung aller Betroffenen sind heute notwendiger denn je – dies war auch die Meinung von Birte Pauls gesundheits-und sozialpolitische Sprecherin der SPD und Frau Dr.med. Marret Bohn, der parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen. Daher war ihre Haltung eindeutig: „Wir stehen voll und ganz hinter der Idee der Kammer – egal ob nur für die Therapieberufe oder für eine noch größere Gruppe der nicht verkammerten Heilberufe -. Die Voraussetzung ist allerdings, dass ihr dafür eine Mehrheit in euren Berufen generiert.“ so Birte Pauls.

 

Als Gäste konnten wir Sebastian Heil als Vertreter der Notfall-und Rettungssanitäter, Frau Britta Ploen für die Diätassistenten und Elke von Ahlen als Vertreterin der Orthoptisten begrüßen. In ihren Plädoyers forderten Sie eine starke berufsständische Vertretung – auch eine Eingliederung in eine zukünftige Therapeutenkammer hielten sie für sinnvoll. Und zwar, wie Elke von Ahlen betonte: Mit der Vision die Zusammenarbeit der Berufe im Gesundheitswesen zu stärken.

 

Auch zu der Frage: was ist sinnvoller – Kammer für Therapeuten oder Kammer für die Gesundheitsberufe? äußerten sich die Referenten und Gäste. Herr Leffmann betonte, dass man in einer Kammer keine Angst vor Diversität haben solle, seine Kammer vereine ungefähr 51 unterschiedlichste ärztliche Fachrichtungen. Die Pflegeberufekammer befindet sich noch im Aufbau, daher denkt Herr Vilsmeier zurzeit nicht an eine Erweiterung der Pflegekammer in eine Gesundheitsberufekammer. Beide Kammervertreter könnten sich so ein Modell aber als Vision für die Zukunft vorstellen, denn: Es geht um das Meistern der Herausforderung für unser Gesundheitswesen in der Zukunft – und: Dieses schaffen wir nur gemeinsam!

 

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Referenten und Gäste: Von ihnen ist gestern Abend ein sehr deutliches Zeichen für einen gemeinsamen Weg auf Augenhöhe ausgegangen!

 

 

Swanhild Priestley     für die IGTHera-SH.de und die Initiative Therapeutenkammer.de

 

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