Ein neuer Meilenstein auf dem Weg zur Selbstverwaltung für alle Heilmittelerbringer ist gesetzt!

 

 

Am 9. September 2017 wurde die AG Bundestherapeutenkammer in Hannover gegründet!

 

In Zukunft haben die Fördervereine zur Gründung von Therapeutenkammern auf Landesebene  eine Bundeszentrale als gemeinsame Schnittstelle:

 

Sie können ab sofort Mitglied in der AG Bundestherapeutenkammer werden, wie auch alle Einzelpersonen aus den Ländern, die noch keinen entsprechenden Förderverein gegründet haben.

 

Die AG Bundestherapeutenkammer unterstützt und strukturiert die Gründung von Therapeutenkammern auf Landesebene. Sie bildet somit einen Pool für Erfahrungsaustausch, Information und gegenseitige Unterstützung.

 

Alle 18 stimmberechtigten Gründungs-Mitglieder, darunter auch der Förderverein zur Gründung einer Therapeutenkammer Niedersachsen e.V. mit fast allen seinen Mitgliedern, waren erleichtert und begeistert, dass das Setzen dieses Meilensteins in Hannover gelang.

 

Mit Lita Herzig ist die bisherige Bundeskoordinatorin der AG Therapeutenkammer nun auch erste Vorsitzende geworden. Herbert Strunk aus NRW, der nicht nur Erfahrung als Masseur und Physiotherapeut sondern auch Politikerfahrung mitbringt, wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Des weiteren setzt sich der Vorstand aus Vertretern aller HME-Richtungen zusammen: eine Ergotherapeutin, eine Logopädin und ein Podologe sind mit im Boot. Vier Frauen und drei Männer stehen in Zukunft für die Zukunft unseres gesamten Berufsstandes ein! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Wahl!

 

Der nächste Schritt ist nun Strukturen für effektives Arbeiten zu schaffen und das nächste Treffen der AG, das offen ist für alle Interessierten, zu planen.

 

Dieses Treffen wird am 27. Januar 2018 in der Nähe von Stuttgart stattfinden. Bitte tragt euch nicht nur die FIBO sondern auch diesen wichtigen Termin in eure Kalender ein.

 

Weitere Infos erfahrt ihr in Kürze über unsere Homepage therapeutenkammer.de  .Mit der eindringlichen Bitte an alle Interessierten, sich jetzt schon auf  therapeutenkammer.de umzuschauen und ganz wichtig!! sich dort zu registrieren endet dieser kurze erste Bericht.

 

 

 

Swanhild Priestley für die AG Bundestherapeutenkammer

 

PS: Das Register ist auch deswegen so wichtig, weil wir nach außen hin zeigen können, wie viele wir schon sind, die sich für eine bessere Zukunft unseres Berufsstandes entschieden haben!


Berichterstattung über Demo in Berlin

 

Bericht von Roy Kühne

Bericht vom BVT


Demo in Berlin und wir waren dabei!

Am 24.06.2017 versammelten sich ca 1000 Therapeuten und Interessierte am Berliner Hauptbahnhof um auf unsere desaströsen Berufsbedingungen aufmerksam zu machen.

Dr. Roy Kühne von der CDU stärkt uns mit seinen Worten auf der Bühne den Rücken und macht uns Mut mit unserer Arbeit fortzufahren. Auch Swanhild erntet für ihren Beitrag auf der Kundgebung sehr viel Beifall.

Unser Fazit: Wir machen weiter!


Der Versorgungsnotstand für Therapie im Raum Rendsburg ist bittere Realität!

Der Therapie Talk am 08.06.2017 brachte es an den Tag

 

Alle anwesenden Therapeuten – Angestellte und Selbständige – hatten die Möglichkeit auf dem ersten regionalen Therapietalk im Raum Rendsburg sich und ihre berufliche Situation darzustellen.

 

Alle waren sich darüber einig, dass der Versorgungsnotstand in der Therapie nicht nur droht, sondern schon da ist. Eine Therapeutin einer großen Praxis berichtete über fünf Seiten Warteliste. In allen Praxen werden händeringend Therapeuten gesucht, bei einigen schon seit langer Zeit ohne Erfolg. Eine Bewerberin erzählte, dass ihr auf ihre Anfrage über das Arbeitsamt auf Anhieb über 40 freie Vollzeitstellen angeboten wurden.

 

In einer kleineren Praxis führt der unerwartete langfristiger Ausfall einer Kollegin zu einer in wirtschaftlicher Hinsicht bedrohlichen Situation. Sie ist vor Ort die einzige Inhaberin des Zertifikats Manuelle Therapie , was zur Folge hat, dass diese Leistung nun nicht mehr angeboten werden kann.

 

Die anwesenden Praxisinhaber sehen sich einer enormen Doppelbelastung ausgesetzt:  Sie stehen bis zu 13 Stunden täglich in der Praxis. Büroarbeit am Wochenende – und dies ohne wirklichen Gewinn. Die Altersversorgung ist bei vielen nicht gesichert.

 

Junge Angestellte haben für ihre Ausbildung einen Kredit aufnehmen müssen, den sie in den ersten fünf Jahren ihrer Berufstätigkeit zurückzahlen. Da bleibt von dem niedrigen Gehalt gar nichts mehr über.

 

Feststellung des Abends: Die Rahmenbedingungen sind bei den Physiotherapeuten deutlich schlechter als bei den Logopäden. Diese haben zumindest eine Position für Befundaufnahme und Behandlungseinheiten zwischen 30 und 60 Minuten. Dagegen erschien allen die Einheit von 15 bezahlten Minuten für eine KG als viel zu kurz, uneffektiv und viel zu belastend für den Therapeuten. In der Tat waren einige Therapeuten anwesend, die statt der bezahlten 15 Minuten sich 30 Minuten Zeit nehmen. Diese dienen nicht zur Behandlung, sondern dem Aufwand an Bürokratie Herr zu werden, da eine Anmeldekraft sich finanziell nicht trägt.

 

Unterm Strich kann man sagen, dass die Situation in den Therapiepraxen so belastend ist, dass kaum ein Therapeut die Zeit und den Kopf frei für die aktive politische Arbeit hat, um diese Lage zu verändern.

 

Swanhild Priestley stellte das Konzept Therapeutenkammer sowie regionales Netzwerk vor und konnte letztlich alle Anwesenden davon überzeugen, wie wichtig das Register der Kammer ist, damit alle Heilmittelerbringer mit einer Stimme sprechen können. Zustimmung gab es auch im dem Punkt, dass es wichtig ist Therapeuten demokratische Mitspracherechte erhalten zuzusprechen, um ihr eigenes Berufsbild zu gestalten. Die Kammer ermöglicht es auch, ein Versorgungswerk aufzubauen, dass uns im Alter vor Armut schützt, ohne dass viel Geld an private Versicherer verloren geht.

 

Alle erkannten, dass es schon jetzt sehr wichtig ist, die Politik von der bedrohlichen Lage im Bereich der ambulanten Therapie zu unterrichten und Sinn macht, sich regional für gegenseitige Hilfe zusammenzuschließen.

 

Das nächste Treffen findet am Donnerstag, den 6. Juli um 19.30 Uhr statt. Der Ort wird noch bekanntgegeben. Deswegen ist es ganz wichtig sich anzumelden: entweder über swp@swanhild-priestley.de oder 0174 6946847. Wir bereiten uns darauf vor, die Ergebnisse unserer Talk-Runden am 29.9.17 auf dem landesweiten Therapie-Forum den Gesundheitspolitikern unseres Landes vorzustellen.


Unser neuer Vorstand

 

Am 31.03.2017 wurde der alte Vorstand auf der Jahreshauptversammlung entlastet. Wir freuen uns, dass Swanhild Pristley erneut zur ersten Vorsitzenden gewählt wurde und den Verein weiter mit ihrem großen Engagement voran bringen wird. Vielen Dank an Gitta Plambeck, die nach zwei Jahren verantwortungsvoller Arbeit ihren Posten der Kassenwartin an Ines Wagner abgegeben hat. Wir freuen uns nun Ines im Vorstand begrüßen zu dürfen. Die Posten der zweiten Vorsitzenden sowie der Schriftführerin wurden in diesem Jahr nicht neu gewählt und werden weiterhin von Anna Szilinski und Nicole Bossen bekleidet.


Präsident der Bundesärztekammer befürwortet Therapeutenkammer

Kongress Kooperation zwischen ärztlichen und nicht ärztlichen Gesundheitsberufen

 

Am 27.03.2017 folgten wir, Beate, Nicole, Swanhild und Ines, der Einladung der CDU/CSU zum Kongress "Kooperation zwischen ärztlichen und nicht ärztlichen Gesundheitsberufen" nach Berlin.

 

Wir wussten nicht, was uns erwartet und waren gespannt, wie das Titelthema angegangen wird. Für uns war natürlich interessant, ob das Thema „Selbstverwaltung der Heilmittelerbringer“ fallen würde und welche Meinungen es dazu bereits in der Politik und von Seiten der Bundesärztekammer gibt.

 

Im Laufe des Kongresses wurde viel über Zusammenarbeit auf Augenhöhe und mehr Verantwortung für Heilmittelerbringer diskutiert. Dieses soll erreicht werden durch den Direktzugang und Akademisierung. Es sind sich alle einig, dass die Professionalisierung der nicht ärztlichen Gesundheitsberufe vorangebracht werden soll.

 

Swanhild allerdings brachte es auf den Punkt: Wie soll ein Direktzugang aussehen, wenn Heilmittelerbringer nicht mitentscheiden dürfen, wie dieser aussehen soll? Aktuell entscheiden andere Akteure im Gesundheitswesen über die Rahmenbedingungen der Heilmittelerbringer. Therapeuten fehlt die Grundlage, die öffentlich-rechtliche Legitimierung in Form einer Selbstverwaltung, um auf Augenhöhe arbeiten zu können. Swanhild stellte dem Podium die Frage, ob die Kooperation der Gesundheitsberufe nicht dadurch verbessert werden könnte, wenn wir Therapeuten, genauso wie andere Akteure im Gesundheitswesen, eine öffentlich-rechtliche legitimierte Selbstverwaltung bekommen würden.

 

Ute Repschläger vom Spitzenverband der Heilmittelerbringer ist der Meinung, eine Kammer ist zu teuer und wir wären durch den Spitzenverband bereits gut vertreten. Der Spitzenverband der Heilmittelerbringer würde im Vorfeld von Gesetzgebungsverfahren angehört werden und Stellungnahmen dazu abgeben. Allerdings ist dies nur eine Anhörung, KEINE Mitbestimmung. Es fehlt daher immer noch das Mitbestimmungsrecht der Therapeuten.

 

Herr Prof. Dr. Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, sieht es anders als Frau Repschläger. Er betont, dass eine Selbstverwaltung nur mit der Übernahme von Verantwortung funktioniert. So entkräftet er die Kritikermeinung, dass Ärzte „Angst“ vor therapeutischer Konkurrenz hätten. Herr Prof. Dr. Montgomery sagt: „Wir unterstützen (…) Ihren Gedanken der Kammer total.“

 

Mit dieser Aussage gehen wir mit neuer Motivation weiter an die Arbeit!


Informationsabende zum Thema Therapeutenkammer gehen erfolgreich zu Ende.

 

Die IGThera-SH veranstaltete im Winter 2016/17 Schleswig-Holstein weit zahlreiche Informationsabende zum Thema Therapeutenkammer. Jeder Abend war ein Erfolg, denn Swanhild Priestley konnte als 1. Vorsitzende des Vereins vielen Therapeuten die Möglichkeit der Einrichtung einer Kammer für Therapeuten vorstellen. Sie verdeutlichte, wie wir Heilmittelerbringer davon profitieren könnten. Auch kristische Stimmen waren auf unseren Abenden gefragt. Es gab rege Disskussionen zu vielen Fragenstellungen, sodass wir nach jedem Abend mit neuen Anregungen und Rechercheaufgaben weiterreisen konnten.

Die Gäste waren sehr dankbar für die wertvollen Informationen zu dem Thema Kammer. Es haben sich neue Mitglieder für den Verein und Unterstützer für die Kampange "Ja zur Kammer" gefunden. Jede Hilfe zählt. Vielen Dank!

 

Vielen Dank auch an Ralf Buchner für seine Unterstützung in jeglicher Hinsicht.

 

Besonderen Dank gilt Swanhild Priestley für ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement.

 

Informationen zum Thema Therapeutenkammer gibt es weiterhin hier!


Therapeutenkammer

 

Auf der Open-Space-Konferenz im Juni 2015 hat sich eine Gruppe von Therapeuten zusammengeschlossen und sich intensiv mit dem Thema der Einführung einer Therapeutenkammer beschäftigt.

 

Wer sich nun die Fragen stellt...

Was ist eigentlich eine Kammer?

Was macht eine Kammer und was würde sie uns Therapeuten nützen?

Welche Vor- und Nachteile sind mit der Einführung einer Kammer verbunden?

Wie kann ich die Einrichtung einer Therapeutenkammer unterstützen?

 

..., der kann sich auf der Homepage www.therapeutenkammer.de informieren.


Krankenkassen wollen unsere Lymphdrainage Therapiezeit kürzen.

 

Es ist eine Änderung der Heilmittelrichtlinien geplant. Die Zeit für Kompressionsbehandlung soll zukünftig in die Behandlungszeit von 30/ 45/ 60 Minuten fallen.

Die Versorgung mit Lymphdrainage ist in Gefahr! DAS KANN NICHT SEIN!

 

Ihr und eure Patienten seid dagegen?

 

Dann unterschreibt die OpenPetition: Versorgung mit Lymphdrainage in Gefahr - Änderung der